Arabofriesen Seite 1Viele Besitzer von Friesenpferden rümpfen noch heute die Nase, denken, ein Arabofriese sei nichts anderes als irgendein Mix aus 50 Prozent Friese und 50 Prozent Araber. Sicher. So etwas gibt es auch. Dann handelt es sich um einen Araber-Friesen-Mix. Den wenigsten ist aber klar, dass es sich bei den wahren Arabofriesen um eine eigenständige Rasse handelt, die erst nachjahrzehntelangen Studien und Züchtungen entstanden ist. Seit dem Jahre 2000 sind die Züchter dieser eleganten und leistungsstarken Sport-Barockpferde in einem Verband organisiert, der seit dem Jahre 2004 unter dem Namen Europäischer Arabofriesenverband firmiert und offiziell registriert ist.Die Initiative, Friesen mit einem Tropfen Araberblut zu veredeln, kam Ende der 70er Jahre aus den Reihen der holländischen Gespannfahrer. Aufgrund der inzwischen nicht mehr ausreichenden Lungen- und Herzvolumina der Friesen, hatten sie keinerlei Chance mehr auf internationalen Turnieren. Fahrer mit Warmblutgespannen überholten sie leichtfüssig, während die Friesen teilweise kurz vor dem Ziel in ihrer Leistung massiv einbrachen. Aus diesem Grund wurden schon in den 60er Jahren Friesen auf internationalen Turnieren immer seltener. Nur einige wenige Enthusiasten blieben den reinen Friesenpferden treu und fanden sich mit ihren Platzierungen irgendwo im Mittelfeld ab. Der Friese wurde mehr und mehr zu einem Freizeitpferd.Einige Liebhaber der Friesenpferde gaben sich allerdings nicht mit diesem Zustand zufrieden.