Arabofriesen Seite 2 Sie forschten in der Genealogie, suchten nach dem einstigen arabischen Wüstenblut, das man bereits vor 400 Jahren den Friesenpferden zur Veredelung beigemischt hatte. Penible Forschungsarbeit mit Erfolg: Sie wählten den pechschwarzen ägyptischen Elitehengst Gharib ox, der am 1. April 1965 im Staatsgestüt El Zahraa geboren und vom Landgestüt Marbach erworben wurde, um mit seinen Genen die eigene Zucht noch weiter aufzuwerten. Aufgrund seiner Statur, seiner Bewegungen sowie seines Leistungs- und Springvermögens setzte man Gharib ox auch in der Warmblutzucht ein. Aus Sicherheitsgründen wuchsen die ersten Fohlen aus der Model-Stute Gelbricht, der legendären Mutter des Elitehengstes Hearke 254, und der Stute Diana V. Rustica und dem Hengst Gharib ox in Deutschland auf. Denn: Fanatiker versuchten den neuen Zuchtversuchen ein Ende zu setzen, indem sie den Bestand vergiften wollten. Rudolph Krudop, ein weiterer holländischer Initiator der Arabofriesenrasse, begann eine weitere Linie mit dem Hengst Hamid ox zu züchten. Mit diesen beiden Anfangslinien begann nun die eigentliche Züchtung des Arabofriesen. Nach vielen Jahren der Zucht und Selektion ist das Resultat beeindruckend: Arabofriesen sehen  aus wie Friesen, haben einen Araberblutanteil von maximal 20 Prozent und sind enorm leistungsfähig. Das ursprüngliche Problem der mangelnden Lungen- und Herzkapazitäten gibt es bei diesen Athleten nicht mehr.